Ein Feriencamp in der Schweiz ist für viele Familien die schönste Antwort auf die langen Sommerferien: eine Woche in den Bergen, neue Freunde aus vielen Ländern, kein Bildschirm und jeden Tag draussen. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Eltern bei der Wahl achten sollten – von der Altersgruppe über die Betreuung bis zu den Kosten – und wie ein Feriencamp beim Young Explorers Club abläuft.
Was ist ein Feriencamp?
Ein Feriencamp – in der Schweiz oft auch Ferienlager oder Sommerlager genannt – ist eine betreute Ferienwoche ohne Eltern. Die Kinder wohnen zusammen, essen zusammen und verbringen den Tag mit Sport, Natur und Spielen. Anders als ein Tageslager übernachten sie vor Ort, und genau das macht den Unterschied: Sie lernen, sich selbst zu organisieren, Freundschaften zu schliessen und Verantwortung für die Gruppe zu übernehmen.
Beim Young Explorers Club sind die Kinder keine Zuschauer. Auf einer Mountainbike-Tour planen sie die Route mit, im Survival-Camp bauen sie einen echten Unterschlupf und kochen über dem Feuer. Jeden Tag wählen sie zwischen mehreren Aktivitäten und gestalten ihre Woche so ein Stück weit selbst.
Welche Feriencamps gibt es in der Schweiz?
Die meisten Camps lassen sich nach ihrem Schwerpunkt unterscheiden:
- Abenteuer- und Multisportcamps: Klettern, Biken, Wandern, Wassersport – jeden Tag etwas anderes. Bei uns zum Beispiel das Adrenalin-Multisport-Camp.
- Sportcamps: eine Sportart steht im Mittelpunkt, etwa in der Fussball-Akademie, im Kletter-Camp oder im MTB-Camp.
- Natur- und Survivalcamps: Feuer machen, Unterschlupf bauen, sich im Gelände orientieren – in der Überlebens-Akademie.
- Sprachcamps: Ferien und Sprachkurs in einem – mehr dazu in unserem Ratgeber zum Sprachcamp.
- Reisecamps für Jugendliche: zu Fuss auf der Tour du Mont Blanc, mit dem Velo im Fahrradreise-Camp oder beim Wassersport auf Mallorca.
Worauf sollten Eltern bei der Wahl achten?
Das richtige Alter und die richtige Gruppe
Ein Neunjähriger braucht eine andere Woche als eine Sechzehnjährige. Gute Camps trennen die Altersgruppen: Bei uns sind die Juniors 9 bis 13 Jahre alt, die Teenager 13 bis 17. Die Reisecamps beginnen je nach Tour ab 12 oder 13 Jahren.
Betreuung und Sicherheit
Fragen Sie nach dem Betreuungsschlüssel und der Ausbildung des Teams. Beim Young Explorers Club kommt auf fünf Kinder eine Leiterin oder ein Leiter. Für Klettern, Biken und Wassersport sind ausgebildete Instruktoren dabei. Alle Aktivitäten folgen dem Prinzip «Herausforderung nach Wahl»: Jedes Kind wird ermutigt, niemand wird gezwungen.
Sprache
Viele Deutschschweizer Familien suchen bewusst ein Camp in der Romandie oder ein internationales Camp, damit ihr Kind Englisch oder Französisch spricht. Bei uns wird hauptsächlich Englisch und Französisch gesprochen, in gemischten Gruppen aus über 30 Ländern. Wer möchte, besucht zusätzlich am Nachmittag Sprachunterricht.
Was im Preis enthalten ist
Vergleichen Sie, was ein Wochenpreis abdeckt. Bei uns sind Unterkunft, alle Mahlzeiten, Aktivitäten, Material, Betreuung und die Transfers vom Flughafen Genf inbegriffen. Jede Woche hat ihren eigenen Preis, ab CHF 1’080. Die aktuellen Daten und Preise stehen auf der Website.
Bildschirmfreie Zeit
Unsere Camps sind technikfrei: Handys werden sicher aufbewahrt und zu festen Zeiten ausgegeben. Eltern berichten oft, dass gerade diese Pause ihren Kindern am meisten gebracht hat.
Ein Tag im Feriencamp in Les Diablerets
Der Tag beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück im Chalet. Am Morgen geht es in Gruppen hinaus – an den Fels, auf den Trail oder an den See. Nach dem Mittagessen folgen weitere Aktivitäten oder, für die Angemeldeten, zwei Stunden Sprachunterricht. Der Abend gehört der Gruppe: Spiele, Lagerfeuer, Geschichten. Les Diablerets liegt in den Waadtländer Alpen und ist mit dem Zug über Aigle gut erreichbar.




